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Klimawandel global

Seit der Industrialisierung sind global gesehen die Temperaturen der unteren Luftschichten angestiegen. Verglichen mit einem Durchschnitt der globalen Jahresmitteltemperaturen zwischen 1961 und 1990 ist die weltweite Jahresmitteltemperatur heute 0,85°C höher. Auswirkungen der Erwärmung sind an vielen Stellen zu beobachten. Beispiele: Das Eis an den Polkappen und auf Grönland geht zurück. In der Arktis ist der Rückgang so gravierend, dass bereits neue Schiffsrouten eingerichtet werden. Permafrostböden tauen auf und Gletscher – in vielen Regionen ein Trinkwasserreservoir - schmelzen. Der Anstieg des Meeresspiegels bringt Küstenregionen in Gefahr. Die Wüsten in der südlichen Hemisphäre dehnen sich aus. Im Gegensatz dazu kann es im Norden auch zu einer Vergrößerung von Anbauflächen kommen.

Der Weltklimarat (IPCC)

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel of Climate Change – IPCC) konstatiert in seinem jüngsten Sachstandsbericht (2013) zwar eine Verlangsamung des Temperaturanstiegs in den letzten 15 Jahren, gibt aber hinsichtlich des Klimawandels keine Entwarnung. Im Gegenteil: Der Bericht geht von einem schnelleren Anstieg des Meersspiegels als bisher befürchtet aus (26 – 82 cm bis 2100) und gibt für den Temperaturanstieg eine Bandbreite 0,9° C - 5,4° C – je nach Szenario – an. Als weitere Auswirkungen in den kommenden Jahrzehnten hält der Bericht für wahrscheinlich:

  • Häufigere und länger andauernde Hitzewellen
  • Abnahme der mittleren Niederschläge in mittleren und subtropischen Breiten
  •  Zunahme der Starkniederschläge in den feuchten Regionen mittlerer Breiten
  • Weiterer Rückgang des arktischen Meereises und des Gletschereises
  • Ozeanversauerung

Der Mensch ist Verursacher

Dass der Klimawandel hauptsächlich von der Freisetzung von Klimagasen durch menschliche Aktivitäten verursacht wird, ist inzwischen unstrittig. Nur konsequentes Handeln – vor allem ein Stopp der Nutzung fossiler Brennstoffe - kann den Klimawandel noch bremsen.