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Solarstromanlagen (PV-Anlagen) wandeln die Strahlungsenergie der Sonne in elektrischen Strom. Der in den Anlagen erzeugte Gleichstrom kann direkt verbraucht oder in Akkumulatoren gespeichert werden. Zur Einspeisung ins Stromnetz muss er zunächst mit einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Als Halbleitermaterial zur Umwandlung von Lichtenergie in Strom dient hochreines Silizium.  Auf dem Markt sind heutzutage verschiedene Solarmodule erhältlich, die sich je nach Art des eingesetzten Materials (polykristallines oder monokristallines Silizium) oder nach Aufbau unterscheiden. Aus den Unterschieden resultieren auch unterschiedliche Wirkungsgrade. Der Wirkungsgrad herkömmlicher Anlagen kann mit 15-20 % angegeben werden. Die in neuerer Zeit entwickelten Dünnschichtanlagen sind weniger materialintensiv, haben dafür allerdings einen niedrigeren Wirkungsgrad, der etwa bei 8 - 12 % liegt. Schon heute hat sich die Technik der solaren Stromerzeugung inzwischen vielfach bewährt. Intensive Forschungen auf diesem Gebiet lassen für die Zukunft noch bessere Ergebnisse erwarten.

Faustzahlen zu den klassischen Anlagen

  • energetische Amortisation: 1,5-2 Jahre
  • Stromerzeugung: 7 - 10 m² nach Süden ausgerichteter Solarstrommodule erzeugen jährlich etwa 1000 kWh Strom. Das bedeutet, dass eine vierköpfige Familie mit ca. 35 - 40 m² geeigneter Dachfläche ihren Strombedarf rein rechnerisch selbst bereitstellen kann.

Solarstrom und Denkmalschutz

Bei denkmalgeschützten Gbäuden sind besondere Bestimmungen zu beachten. Auskünfte erteilt gerne die Untere Denkmalschutzbehörde in Pforzheim.

Kosten

Das erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert für einen Zeitraum von 20 Jahren feste Vergütungssätze für die Einspeisung photovoltaisch erzeugten Stroms. Seit einigen Jahren ist der Eigenverbrauch des Stroms sinnvoll, denn er ist in der Regel kostengünstiger als der Strom des Energieversorgers. Für Kauf und Montage der Anlagen kann man außerdem zinsgünstige Kredite (KfW-Kredite) in Anspruch nehmen. Je nach Größe, Auslegung und Orientierung der jeweiligen Anlage sowie nach individuellem Finanzierungsmodell kann eine solche Investition finanziell gewinnbringend sein. Auf jeden Fall ist sie ein Gewinn für die Umwelt. Eine Kosten/Nutzen-Analyse der eigenen Anlage kann vorab mit verschiedenen im Internet verfügbaren Programmen - z.B. mit dem der Stiftung Warentest - kostenfrei erstellt werden. Außerdem ermittelt der Energiespar-Ratgeber „SolardachCheck“ anhand von fünf einfachen Schritten, ob sich das eigene Dach für eine Photovoltaikanlage eignet und ob sich die Installation rechnet.