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Während im Sommer das Lüften selbstverständlich ist, werden die Fenster in den Wintermonaten oft nur selten geöffnet um Wärmeverluste zu vermeiden. Aber gerade im Winter, wenn die Heizung auf Hochtouren läuft, ist ein regelmäßiger Luftaustausch wichtig für ein gesundes Wohnklima und um Schimmelbildung zu vermeiden.

Deshalb Fester auf - auch im Winter!

So Lüften Sie richtig und vor allem energiesparend:

Oberste Regel: Regelmäßiges Stoßlüften statt Dauerkipp!

Dauerlüften „auf Kipp“ bringt kaum Luftaustausch, sondern kühlt die Wände aus und begünstigt so Schimmelpilz. Zudem ist der kontinuierliche Wärmeverlust durch gekippte Fenster enorm. Kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern ist dagegen viel effizienter:

Lüften Sie mehrmals täglich kräftig durch!

Dabei sollten Sie die Fenster für zwei bis fünf Minuten weit öffnen, in den Sommermonaten länger. Für besonders effektiven Luftwechsel sorgt Querlüften (Durchzug) mit offenen Innentüren und geöffneten Fenstern an der gegenüberliegenden Seite der Wohnung. Bei neuen, dichten Fenstern mit Wärmeschutzverglasung sollte häufiger gelüftet werden als bei Altbaufenstern, bei denen über undichte Fensterritzen auch ohne aktives Lüften ein permanenter Luftaustausch stattfindet.

Heizung aus – Fenster auf!

Um Energieverluste zu vermeiden, sollte die Heizung beim Lüften immer abgedreht werden. Sonst geht die Heizwärme direkt wieder über die Fenster verloren und es entstehen Energieverluste. Wer auf das lästige Hoch- und Runterdrehen der Heizung verzichten will, kann zu modernen Funkthermostaten mit Tür- und Fensterkontakten greifen. Diese sorgen dafür, dass die Heizung bei geöffnetem Fenster automatisch heruntergeregelt wird.

Kurz und knapp: Heizung aus – Fenster auf – Luft rein – Fenster zu – Heizung an

Quelle: pixabay / Hans Braxmeier

Lassen Sie Dampf ab!

Bei großem Feuchtigkeitsanfall (z.B. beim Kochen, Duschen oder Wäsche trocknen) sollten die Türen dieser Räume geschlossen bleiben um eine Verteilung der Feuchtigkeit in der Wohnung zu verhindern. Lüften Sie danach kräftig durch, damit der entstandene Wasserdampf schnell nach außen entweicht und sich nicht an den kühlen Wänden niederschlägt und zur Schimmelbildung führt. Wäsche sollte wenn möglich nicht in der Wohnung getrocknet werden. Wenn dies unvermeidlich ist, sollten Sie dafür einen beheizten Raum nutzen, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Wichtig ist außerdem regelmäßig zu lüften und die Zimmertüre zu schließen um eine Verteilung der Feuchtigkeit zu vermeiden.