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Heizkesseltausch

Kaum jemand fährt noch mit einem Auto aus den 80er Jahren. Heizkessel aus der Zeit der Dauerwelle und der Karottenhose stehen dagegen noch einige in unseren Kellern. Wer die veraltete Technik durch neue ersetzt, kann seine Heizkosten senken und erhöht seinen Wohnkomfort. Denn kaum eine Technik hat sich in den letzten 15 Jahren so stark weiterentwickelt wie die Heizungstechnik.

Es mag absurd klingen, aber gerade jetzt im Sommer ist für Eigenheimbesitzer die optimale Zeit, um sich mit der eigenen Heizung zu beschäftigen. Das gilt vor allem dann, wenn das alte Gerät schon 20 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat. Denn wer im Sommer den Heizungstausch angeht, hat alle Arbeiten erledigt, bevor es wieder kälter wird und kann bereits im folgenden Winter seine Heizkosten senken.

Wann ist ein Kesseltausch sinnvoll?

Hinter zu hohen Heizkosten steckt oft ein überalterter, ineffizienter Heizkessel. Er ist das Herzstück einer Heizungsanlage und beeinflusst maßgeblich den Heizenergieverbrauch des Gebäudes. Aber wann ist ein Heizkesseltausch überhaupt notwendig?

Eine Erneuerung sollte geprüft werden, wenn

  • der Kessel 20 Jahre und älter ist.
  • der Kessel beim Anfassen sehr warm wirkt - ein Zeichen für schlechte Dämmung und hohe Verluste.
  • der Schornsteinfeger hohe Abgasverluste ermittelt hat.
  • die Gebäudehülle zwischenzeitlich renoviert wurde.

Ist Ihr Kessel älter als 30 Jahre, sind Sie möglicherweise sogar gesetzlich verpflichtet, ihn auszutauschen. Weitere Infos zur Austauschpflicht finden Sie hier.

Kessel zu groß?

Alte Heizkessel sind meist zu groß. Sie wurden in einer Zeit eingebaut, als das Thema Ressourcenknappheit noch weniger diskutiert wurde und die Energiepreise noch wesentlich geringer waren als heute. Aus diesem Grund wurden viele Wärmeerzeuger oft größer dimensioniert, als es nötig war. Heute bekommen die Hausbesitzer diesen Sicherheitspuffer teuer zu spüren. Ob Ihr Heizkessel zu groß ist, lässt sich mit einer einfachen Faustformel ermitteln. 

Schlechte Energieeffizienz

Ein weiterer Kostenpunkt bei alten Heizungsanlagen ist die schlechte Energieeffizienz. Zum Vergleich: Alte Öl- und Gaskessel kommen oft nur auf Nutzungsgrade von 60 - 70 %, der Rest geht als Abwärme verloren. Das liegt unter anderem daran, dass die Wärme im Abgas ungenutzt abgeleitet wird. Bei modernen Brennwertkesseln ist das anders: Sie können Nutzungsgrade von bis zu 98 % erreichen, da hier die Wärme dem Abgas entzogen und wieder der Heizungsanlage zugeführt wird.

Wie finde ich den passenden Kessel?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Energieträger und Wärmeerzeugertypen. Bei Öl- oder Gas-Heizungen sind Brennwertkessel Stand der Technik. Klimaschonender ist die Hybridheizung - eine kombinierte Nutzung von Brennwerttechnik und erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise einer Solarthermieanlage. Weitere Alternativen sind Wärmepumpen oder Pelletkessel. Um bei der Vielzahl von Alternativen die für Sie geeignete Anlage zu finden, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen. Das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) bietet kostenlos Erstberatungen an. Eine Dauerausstellung im ebz informiert zudem anschaulich über verschiedene Techniken der Wärmeerzeugung.

Heizkesseltausch wird staatlich gefördert

Ohne Frage ist eine neue Heizung mit finanziellem Aufwand verbunden. Doch mehrere Förderprogramme erleichtern die energetische Sanierung in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Welche Fördermittel für Sie in Frage kommen, können Sie ganz einfach mit dem FördermittelCheck von co2online ermitteln.