Inhalt

Eine Arbeit ohne Computer ist heute undenkbar! Kein Tag vergeht ohne das Versenden von E-Mails, das Erstellen von Dateien und die Arbeit mit verschiedenen Programmen. Aber Bildschirm, Festplatten, Lüfter und Co. benötigen jede Menge Strom. Bei Ihrem Arbeitscomputer sind in der Regel schon die optimalen Energiespareinstellungen voreingestellt. Doch auch zu Hause lohnt sich das Energiesparen bei Ihrem PC. Denn egal ob PC oder Notebook: Die Nutzung der Energiesparfunktion spart Strom und schützt das Klima. Bei modernen Rechnern ist die Energiesparfunktion bereits aktiviert. Sie können diese Einstellungen aber auch ändern und so individuell an ihre Nutzungsverhältnisse anpassen.

Hierfür einige Tipps:

Energiesparfunktion in Pausen
Quelle: pixabay /Gerd Altmann

Schon in kürzeren Pausen sollten Sie den Rechner in den Standby-Modus versetzen. Der Standby-Modus ist ein Energiesparmodus, in dem der Computer seine volle Leistung innerhalb weniger Sekunden wieder aufnehmen kann. Dabei werden nur einzelne Systemkomponenten, wie der Bildschirm oder die Festplatte abgeschaltet und die Sitzung wird im Arbeitsspeicher gespeichert. Dadurch ist der Leistungsbedarf gegenüber dem Normalbetrieb deutlich reduziert. Bei Windows 7 heißt diese Funktion „Energie sparen“ und kann über „Start“ --> „Herunterfahren“ angewählt werden. Durch Drücken des Einschaltknopfes ist die vorherige Sitzung innerhalb von wenigen Sekunden wieder hergestellt. Die Energiesparfunktion hat zusätzlich einen Datenschutzaspekt, denn im Stand-by-Modus ist der Computer gesperrt und ist erst durch Eingabe des Passwortes wieder zugänglich.

Bei längeren Pausen ist der Ruhezustand empfehlenswert. Diese Funktion gibt es allerdings nur bei Notebooks oder Netbooks und nicht bei Desktop-Computern. Die aktuelle Sitzung wird dabei nicht wie beim Standby-Modus im Arbeitsspeicher, sondern auf der Festplatte gespeichert. Somit kann der Computer komplett heruntergefahren werden. Der Ruhezustand verbraucht dadurch von allen Windows-Energiesparmodi die wenigste Energie.

Quelle: pixabay / CIkerFreeVectorImages

Wenn Ihnen das manuelle Einstellen des Energiesparmodus zu umständlich ist, können Sie auch mit den richtigen Einstellungen in den Energieoptionen Strom sparen. Die Energieoptionen lassen sich über die Systemsteuerung aufrufen. Unter „Energiespareinstellungen ändern“ können Sie einstellen, ab welcher Zeit der Inaktivität sich der Bildschirm automatisch ausschalten und nach wie vielen Minuten der Rechner in den Energiesparmodus versetzt werden soll. Bei Notebooks und Netbooks gibt es zudem die Möglichkeit die Bildschirmhelligkeit nach kurzer Abwesenheit automatisch zu reduzieren.

Quelle: pixabay / CIkerFreeVecotrImages

Wenn Sie den Computer nicht mehr benötigen, sollten Sie ihn komplett herunterfahren. Schalten Sie den hierfür Monitor manuell aus. Sonst bleibt dieser im Standby-Modus und zieht weiterhin Strom. Doch auch ausgeschaltet braucht ihr Computer Strom. Zwar erlischt beim Ausschalten das Lämpchen, aber das Netzteil steht weiterhin unter Strom und verbraucht so Energie. Besser ist es, eine schaltbare Steckdosenleiste zu benutzen und so den Rechner und weitere Geräte mit nur einem Knopfdruck komplett abzuschalten

Computerkauf

Generell gilt: mehr Leistung bedeutet höhere Stromkosten.

Beispielsweise verursacht ein sehr ineffizienter Multimedia-PC bei gleicher Nutzung fast 50€ höhere Stromkosten im Jahr als ein effizientes Multimedia-Notebook. Daher sollten Sie sich schon vor dem Kauf überlegen, wie leistungsfähig die einzelnen Komponenten des Computers sein müssen. Wenn Sie ihren Computer vorrangig für E-Mails, Internet und Schreibarbeiten benötigen, brauchen Sie keinen Hochleistung-PC. Tragbare Notebooks und Netbooks sind außerdem stromsparender, als Desktop-PCs. Gamer PCs für aufwendige Spiele verursachen dagegen aufgrund ihrer hohen Leistungsstärke deutlich höhere Stromkosten.

Zur Orientierung: Jährlicher Energieverbrauch (kWh/ Jahr) und jährliche Stromkosten (Euro/ Jahr)
NetbookEinsteiger
Notebook
Kompakt-
PC
Gamer PC  
Gerät mit der von
ECO Top Ten
empfohlenen
Ausstattung

16 kWh
5 Euro

18 kWh
5 Euro

30 kWh
8 Euro

117 kWh
34 Euro
Zum Vergleich:
Sehr ineffizientes
Gerät
37 kWh
11 Euro
44 kWh
13 Euro
80 kWh
23 Euro
323 kWh
94 Euro

Annahme zur Nutzung: Täglich 4 Stunden Betrieb bei leichter Prozessorlast, 1 Stunde Standby, 19 Stunden Off-Mode: 0,292 Euro pro Kilowattstunde (Quelle: EcoTop Ten)

Kauftipps für energiesparende PCs, Notebooks und Tablets, sowie Infos zur nötigen Ausstattung und zu den Umweltkennzeichen, auf die Sie beim Kauf achten sollten, finden Sie hier.

Vermeiden Sie stromfressende Peripherie!

Haben Sie Zusatzgeräte an Ihren Rechner angeschlossen, auch wenn Sie diese gerade nicht brauchen? Drucker, Scanner, Lautsprecherboxen, externe Festplatten und andere Geräte ziehen dauerhaft Strom aus ihren USB-Anschlüssen. Dadurch wird der Stromverbrauch des Computers gesteigert. Deshalb: Stecker raus!!