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Warum sollten wir in Deutschland Wasser sparen? Es herrscht kein Wassermangel und sehr teuer ist Wasser eigentlich auch nicht. Außerdem ist der durchschnittliche Wasserverbrauch in deutschen Haushalten in den letzten 25 Jahren bereits um 23 Liter gesunken.

Trotzdem lohnt es sich, den eigenen Wasserverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Das gilt vor allem für das Warmwasser. Denn hier muss nicht nur das Wasser an sich, sondern auch das Erwärmen bezahlt werden. Und genau das zeigt sich deutlich auf der Energiekostenrechnung: 12% des Energieverbrauchs eines Durchschnittshaushaltes sind der Warmwasserbereitung zuzuschreiben. Damit ist dies nach der Raumwärme der zweitgrößte Posten beim Energieverbrauch in privaten Haushalten.

Quelle: www.co2online.de

Wassersparen lohnt sich also doppelt. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich der Wasserverbrauch und auch die Kosten für die Warmwasserbereitung erheblich senken.

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer

Im Bad wird der größte Teil des warmen Wassers eines Haushalts verbraucht. Wassersparende Technik kostet nur ein paar Euro und zahlt sich schon nach kurzer Zeit aus. 25 % der Energiekosten für die Warmwasserbereitung lassen sich dadurch sparen.

Durchflussbegrenzer für Wasserhähne gibt es ab ca. 2 Euro. Sie werden direkt am Wasserhahn angebracht und teilen den Wasserstrahl oder mischen dem Wasser Luft bei. Dadurch erhöhen sie den Wasserdruck und sparen so bei gleichbleibendem Reinigungskomfort Wasser.

Sparduschköpfe funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip und helfen schließlich, Wasser und Heizkosten zu sparen. Effektive Duschköpfe gibt es schon ab ca. 20 Euro.

Warmwasserbereitung

Wie hoch die Kosten für die Warmwasserbereitung sind, hängt zum Teil davon ab, ob das Wasser zentral oder dezentral erwärmt wird.

Zentrale Warmwasserbereitung

Die zentrale Warmwasserbereitung ist in der Regel effizienter und günstiger als die dezentrale Warmwasserbereitung. Aber auch hier kann eingespart werden: Häufig kommt bei der zentralen Warmwasserbereitung eine Zirkulationspumpe zum Einsatz. Diese sorgt dafür, dass das warme Wasser permanent verfügbar ist. Aber gerade nachts ist das meist nicht notwendig. Die Pumpe verbraucht dauerhaft Strom und zusätzlich kommt es zu Wärmeverlusten im Leitungsnetz.

Wer im eigenen Haus wohnt, kann die Pumpe von einem Fachmann abschalten lassen. Dann dauert es zwar etwas länger, bis warmes Wasser am Hahn ankommt, dafür spart man Energiekosten. Alternativ kann auch einfach eine Zeitschaltuhr eingebaut und so die Pumpe den individuellen Gewohnheiten angepasst werden.

Dezentrale Warmwasserbereitung

Bei der dezentralen Warmwasserbereitung wird das Wasser direkt dort im Haushalt erwärmt, wo es gebraucht wird. Zum Einsatz kommen gas- oder strombetriebene Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher, oft auch Boiler genannt.

Bei Durchlauferhitzern sollte darauf geachtet werden, dass nur die Temperatur eingestellt ist, die tatsächlich benötigt wird. Im Bad sind 38 °C, an der Küchenspüle 45 °C ausreichend.

Kleinspeicher heizen im Gegensatz zu Durchlauferhitzern permanent auf die eingestellte Temperatur. Hier kann eingespart werden, indem der Speicher bei längerer Abwesenheit ausgeschalten wird. Je nach Art der Nutzung kann auch der Einbau einer Zeitschaltuhr sinnvoll sein.