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Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt, vor allem, wenn das Gerät älter als zehn Jahre ist. In Deutschland gilt das für jeden zweiten Kühlschrank.
Neue Geräte sind deutlich effizienter, aber ein Neukauf ist oft keine Option und aus Gründen der Ressourcenschonung nicht immer sinnvoll. Auch bei alten Kühlschränken lässt sich durch richtiges Verhalten Energie und damit bares Geld einsparen

Vier Tipps, wie Sie beim Kühlen Energie sparen – auch bei einem alten Kühlschrank

Der richtige Platz

Stellen Sie Ihren Kühlschrank möglichst weit entfernt von Wärmequellen wie Spülmaschine, Herd, Heizung oder direkter Sonneneinstrahlung auf. Falls das nicht möglich ist, sollte der Kühlschrank durch eine Dämmplatte von den Wärmequellen abgetrennt sein. Bauen Sie den Kühlschrank nicht ein, sodass die Lüftungsöffnungen hinter dem Gerät frei sind und die Abwärme gut abgeführt werden kann.

Die richtige Temperatur

7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefrierfach sind völlig ausreichend – auch im Sommer. Niedrigere Temperaturen treiben unnötig den Energieverbrauch nach oben.
Nutzen Sie stattdessen durch richtige Lagerung das natürliche Temperaturgefälle im Kühlschrank. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fleisch sollten unten über dem Gemüsefach gelagert werden. Dort ist es am kältesten. Ganz oben, wo es am wärmsten ist, können gekochte Speisen und Marmeladen gut gelagert werden. Stellen Sie außerdem nur vollständig abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank oder das Gefrierfach.
Noch ein Tipp: Tauen Sie Tiefgefrorenes im Kühlschrank auf! So geben die Lebensmittel ihre Kälte an den Kühlschrank ab.

Tauen Sie Ihr Gerät regelmäßig ab

Wenn Sie ein Gerät ohne Abtauautomatik haben, sollten Sie Ihr Gefrierfach regelmäßig abtauen. Spätestens wenn die Schicht einen Zentimeter dick ist, ist es Zeit. Sonst muss das Gerät zusätzlich Energie aufwenden, um neben den Lebensmitteln auch noch die Eisschicht zu kühlen.
Übrigens: Längere Reisen eignen sich prima zum abtauen. Damit sparen Sie in Ihrer Abwesenheit zusätzlich Energie. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte die Tür dabei geöffnet bleiben.

Tür zu?!

Öffnen Sie die Türen nur kurz, um Energieverluste zu vermeiden. Außerdem sollten Sie regelmäßig den Zustand der Gummidichtungen der Tür überprüfen. Es ist wichtig, dass die Dichtungen immer sauber und fettfrei sind. Spröde oder kaputte Dichtungen sollten unbedingt ausgetauscht werden, sonst geht permanent Kälte verloren.

Tipps für den Neukauf

Quelle: Europäische Kommission

Energieeffizienz

Beim Neukauf sollte nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Stromkosten betrachtet werden. Sonst zahlen Sie langfristig sehr wahrscheinlich drauf.

Laut Berechnungen der Stiftung Warentest (Heft 7/2012) kommen bei einer sparsamen Kühl- Gefrier-Kombination in 15 Jahren 530 € Stromkosten zusammen. Bei einem vergleichbaren Gerät mit hohem Stromverbrauch sind es dagegen 920 €. Das zeigt: Es lohnt sich, neben dem Kaufpreis auch den Stromverbrauch zu betrachten. Dabei hilft Ihnen ein Blick auf die Energieeffizienzklasse des Geräts. Geräte mit der Effizienzklasse A+++ sind am sparsamsten.

Die richtige Größe

Achten Sie zudem auf die richtige Größe des Geräts. Denn wer leeren Raum kühlt, verschwendet unnötig Energie und Geld. Für einen Singlehaushalt reicht ein Kühlschrank mit 100-140 Litern Nutzinhalt. Bei Mehrpersonenhaushalten rechnet man mit 50 Litern pro Person.