Inhalt

Auch bei der Ernährung lässt sich Energie, Geld und CO2 sparen.

Denn jedes achte Lebensmittel landet in der TonneDas sind pro Person im Schnitt zwei volle Einkaufwagen mit Lebensmitteln im Wert von 235 Euro pro Jahr – allein in Privathaushalten.

Die Gründe für Lebensmittelverschwendung sind vielfältig: Zu viel gekauft, Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, falsch gelagert, im Kühlschrank vergessen, zu viel gekocht, hat nicht geschmeckt… Die folgenden Tipps helfen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, dadurch Geld zu sparen und etwas für unser Klima zu tun. Denn Lebensmittel sind wertvoll. Doch das vergessen wir in unserer Überflussgesellschaft gerne. In ihnen stecken viele Ressourcen, eine Menge Arbeit und nicht wenige Produkte haben einen langen, energieintensiven Transportweg hinter sich. Auch deswegen sind Lebensmittel zu gut für die Tonne

Besser Planen

Quelle: Pixabay / succo

Die Lebensmittelverschwendung fängt bereits beim Einkauf an. „Drei zum Preis von zwei“ – Solche Angebote verlocken uns, mehr zu kaufen, als wir eigentlich bräuchten. Hier ist vor allem bei leicht verderblichen Lebensmitteln Zurückhaltung angesagt. Denn wer nach der Hälfte keine Lust mehr auf das Produkt hat, zahlt auch für das, was in die Tonne wandert. Außerdem verlieren wir durch Großkäufe leichter den Überblick über unsere Vorräte. Einkaufsplanung hilft dabei: Notieren was gebraucht wird, Zettel zum Einkauf mitnehmen und daran halten. Und auch wichtig: Nicht mit leerem Magen einkaufen, denn mit Hungergefühl kauft man in der Regel mehr als man wirklich braucht.

Besser lagern

Falsche Lagerung ist ein Grund, warum viele Lebensmittel in der Tonne landen. Falsch gelagerter Salat wird welk und somit unappetitlich. Brot in der Plastiktüte schimmelt schneller, als Brot in einer Brotdose mit Deckel, usw. Die richtige Lagerung hilft, solche Abfälle zu vermeiden.

Bei der Lagerung gibt es einiges zu beachten:

  • Im Kühlschrank gilt: frische Lebensmittel nach hinten, ältere nach vorne.
  • Der Kühlschrank hat unterschiedliche Temperaturzonen. Am kältesten ist es beispielsweise unten auf der Glasplatte. Dort sollte leicht verderbliches wie Fisch und Fleisch gelagert werden. Ganz oben ist es dagegen am wärmsten. Hier haben Selbstgekochtes und lang haltbare Speisen ihren Platz.

Ausführliche Informationen zur richtigen Lagerung im Kühlschrank und im Vorratsschrank sowie Tipps für einzelne Lebensmittel gibt es hier.

Auf die eigenen Sinne verlassen

Viele Lebensmittel werden weggeworfen, sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist. Dabei handelt es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum nicht um ein Verfallsdatum. Es besagt nur, dass die Lebensmittel MINDESTENS bis zu diesem Datum haltbar sind. Mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel also nicht automatisch schlecht. Man sollte sich auf die eigenen Sinne verlassen: Wenn der Joghurt gut aussieht, riecht und schmeckt, ist er meistens auch noch gut.

Anders ist es beim Verbrauchsdatum. Es steht auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch oder Fisch. Ist das Verbrauchsdatum überschritten, gibt’s leider nur noch eines: Ab damit in die Tonne.

Resteküche

Was tun mit übriggebliebenen Spaghetti, angeschnittenem Obst und Gemüse oder Brötchen vom Vortag? – alles zu schön zum Wegwerfen. Übriggebliebenes kann eingefroren oder eingekocht werden. Eine andere Möglichkeit sind leckere Reste-Rezepte.

Kreative Kochideen für Übriggebliebenes gibt es hier.

Teilen statt wegwerfen

Eine Alternative ist, übrige und zu viel gekaufte Lebensmittel mit anderen zu teilen. Am einfachsten ist es dabei, die Lebensmittel an die Nachbarn weiterzugeben. Eine andere Möglichkeit ist die Teilnahme bei foodsharing. Die Initiative setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung ein. Das Konzept ist denkbar einfach: Lebensmittel, die noch genießbar sind, jedoch selbst voraussichtlich nicht mehr konsumiert werden, können zu zentralen Sammelstellen, sogenannten Fair-Teilern gebracht werden. Dort stehen sie für jeden kostenlos zur Verfügung und können abgeholt werden. Auch in Pforzheim gibt es einen solchen Fair-Teiler.

Weitere Infos dazu gibt es hier.