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Urlaubszeit ist Reisezeit. Und auch wenn man nicht zu Hause ist, kann man Energiesparen und seinen Geldbeutel schonen.

Für unser Klima ist es deutlich besser, in der Region Urlaub zu machen und mit Bus und Bahn anzureisen, als mit dem Flugzeug in die Ferne zu fliegen oder mit dem Auto durch halb Europa zu fahren.

Trotzdem ist das Auto noch immer das beliebteste Reisemittel. Aber auch hier kann durch richtiges Verhalten etwas für Klima und Umwelt getan werden. Gleichzeitig spart man Geld für wichtigere Dinge, wie zum Beispiel den nächsten Urlaub.

Vorbild Fahrradfahrer

Versetzen Sie sich beim Autofahren in die Lage von Radfahrern:

  • Fahren Sie als Radfahrer nach dem Losradeln noch lange in niedrigen Gängen?
  • Treten Sie als Radfahrer bergab kräftig in die Pedale anstatt es rollen zu lassen?
  • Fahren Sie als Radfahrer gerne mit wenig Luft in den Reifen?

Sicherlicht nicht! Denn als Radfahrer spürt man den Energieaufwand direkt in den Beinen. Beim Auto ist das anders. Dort sehen Sie einen höheren Energieverbrauch höchstens an der Tankuhr. Übertragen Sie deshalb Ihr Verhalten beim Fahrradfahren aufs Autofahren.

Mit folgenden Tipps kommen Sie günstig, klimafreundlich, sicher und entspannt in den Urlaub – auch mit dem Auto:

Reifendruck überprüfen

Wussten Sie, dass der Spritverbrauch um 5% steigt, wenn der Reifendruck um 0,5 bar zu niedrig ist? Das sind 46 € Mehrkosten im Jahr, bei einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 Kilometer, 1,27 €/Liter und einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern. Achten Sie beim Reifenkauf außerdem auf Leichtlauf-Reifen. Diese haben einen geringeren Rollwiderstand und somit einen geringeren Spritverbrauch als herkömmliche Reifen.

Klimaanlage und Standheizung

Nutzen Sie die Klimaanlage nur wenn unbedingt nötig, denn sie ist ein wahrer Spritfresser. Im Extremfall kann der Spritverbrauch im Stadtverkehr durch die Klimaanlage um 10–30% steigen.

Quelle: Pixabay / Jan Macarol

Mit dem höchstmöglichen Gang fahren

Bei niedrigen Drehzahlen braucht der Motor grundsätzlich weniger Sprit als bei hohen Drehzahlen. Außerdem kann die Verbrennung bei niedrigeren Drehzahlen langsamer ablaufen, so dass das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder vollständiger verbrannt wird. So entstehen weniger Abgase.

Unnötiges Gepäck vermeiden

Die Automobilhersteller haben unsere Autos in den letzten Jahrzehnten immer windschnittiger gestaltet. Diese Optimierung wird allerdings durch sperriges Dachgepäck wieder zunichte gemacht: Versuchen Sie deshalb nur so wenig wie nötig aufs Dach zu packen. Auch der Ballast im Kofferraum treibt den Kraftstoffverbrauch nach oben. Entrümpeln Sie deshalb Ihren Kofferraum und nehmen sie kein unnötiges Gepäck mit auf Reisen. 100 Kilogramm Ballast erhöht den Spritverbrauch um etwa 1Liter pro 100 Kilometer.

Quelle: Regionale Energieagentur Ulm

…und während Sie im Urlaub entspannen:

Gönnen Sie auch Ihren Elektrogeräten zu Hause Urlaub: Ziehen Sie vor der Abreise den Stecker von Fernseher, Mikrowelle, Kaffeevollautomat, Computer und Co., um Standby-Verluste zu vermeiden. Außerdem: Ein Urlaub ist auch die optimale Zeit, um Kühl- und Gefriergeräte abzutauen und für die Dauer des Urlaubs abzuschalten.