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Bild: Erdwärmebohrung ©Rüdiger Dudda

Unter der Erdoberfläche ist Energie in Form von Wärme gespeichert. Während die oberflächennahen Schichten - bis etwa 20 m -  durch die Sonnenenergie beeinflusst sind, ist die Wärmeenergie tieferer Erdschichten auf den heißen Erdkern zurückzuführen. Die Temperatur im Boden nimmt in der Regel mit der Tiefe zu, wobei der Temperaturgradient je nach lokalen Gegebenheiten unterschiedlich sein kann. Die Wärmeenergie des Erdbodens ist eine im menschlichen Maßstab unerschöpfliche Energiequelle. Es existieren verschiedene technische Ansätze, diese für die Temperierung von Gebäuden oder zur Stromerzeugung nutzbar zu machen. Hinsichtlich der Tiefe aus der die Energie  bezogen wird, unterscheidet man zwischen Tiefengeothermie, die vor allem in Großprojekten eingesetzt wird und oberflächennaher Geothermie, die auch im privaten Gebäudebestand genutzt wird.