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Deutschlands Treibhausgasemissionen werden steigen wie seit 30 Jahren nicht

Der vermeintliche Erfolg von 40 Prozent Emissionsminderung im vergangenen Jahr war kein wirksamer Klimaschutz, sondern bedingt durch Corona und Sondereffekte.

Deutschland steht in diesem Jahr mit dem voraussichtlichen Anstieg seiner Treibhausgasemissionen um rund 47 Millionen Tonnen CO2 gegenüber 2020 vor dem größten Anstieg von Treibhausgasemissionen seit 1990 – dem Referenzjahr, an dem internationale Klimabemühungen gemessen werden. Dier Berechnungen von Agora Energiewende basieren auf einer Analyse der Emissionsdaten von Energiewirtschaft, Gebäudesektor, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft im ersten Halbjahr 2021. Die Emissionen durch den Anstieg in diesem Jahr 2021 werden nur noch um 37 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen. Demnach würde Deutschland hinter das Klimaziel 2020 von 40 Prozent Emissionsminderung zurückfallen.  

Ihre Minderungsziele für dieses Jahr verfehlen werden der Gebäudesektor, der Verkehr und die Industrie. Agora Energiewende rechnet im Gebäudebereich nach einem langen und kalten Winter mit steigenden Emissionen. Im vergangenen Jahr waren Gebäude der einzige Sektor, der sein Klimaziel trotz Corona verfehlt hatte.

Die Analyse „Abschätzung der Klimabilanz Deutschlands für das Jahr 2021“ von Agora Energiewende steht unter www.agora-energiewende.de kostenlos zum Herunterladen bereit.