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Digitaler Fußabdruck: Was Suchanfragen, Streaming und Co. mit Klimaschutz zu tun haben

Wie entsteht eigentlich der digitale Fußabdruck?

Digitale Handlungen verbrauchen Energie und verursachen damit CO2 – aber sie hinterlassen auch Spuren, die viel über unsere Identität preisgeben können. 

  • Eine Suchanfrage verursacht ungefähr 1,45 Gramm Treibhausgasemissionen. Wer 50-mal am Tag etwas im Netz sucht, sorgt über ein Jahr hinweg für 26 Kilo CO2.
  • 3,5 Stunden Videos streamen in hoher Qualität verursacht 65 Kilogramm CO2 pro Jahr.
  • Eine 4-stündige Online-Videokonferenz verursacht einen CO2-Ausstoß von 732 Gramm.
  • Eine Stunde Videotelefonie pro Tag mit dem Smartphone kann aufs ganze Jahr gerechnet 67 Kilogramm CO2 verursachen, 21 Kilogramm davon entstehen durch die mobile Datenübertragung im Netz. Übrigens: Bei einer Übertragung über eine WLAN- oder LAN-Verbindung wären es nur 5 Kilogramm statt 21.
  • 250 Gigabyte gespeicherte Dateien in einer Online-Cloud, etwa als Backup einer Festplatte, verursachen 31 Kilogramm CO2-Äquivalente.

Besonders die Übertragung von Bewegtbild ist energieintensiv. Und in Deutschland sind schätzungsweise mehr als drei Viertel der übertragenen Daten Videos. Wie viel Treibhausgase sie genau verursachen, kann kaum ermittelt werden. Denn dafür gibt es zu viele Einflussfaktoren: das Endgerät, die Netzwerkverbindung und die Auflösung. Sicher ist aber, dass Videos am meisten Energie benötigen, wenn sie über mobiles Internet ohne vorherigen Download in hoher Qualität gestreamt werden.

Insgesamt veranschlagt das Öko-Institut einen Fußabdruck von 739 Kilogramm CO2 für eine Person in Deutschland, wenn sie digitale Geräte durchschnittlich nutzt. Das entspricht einem Anteil von etwa 7 Prozent am gesamten Fußabdruck. Menschen mit einer besonders intensiven Nutzung digitaler Geräte verursachen sogar 1.009 Kilogramm CO2-Emissionen, also gute 9 Prozent des Gesamtfußabdrucks. 

Wer auch in der virtuellen Welt bewusst konsumiert, schützt oft nicht nur die eigenen Daten, sondern auch das Klima. Denn je weniger Klicks, desto weniger Datenverkehr, desto weniger CO2-Emissionen.

Alternative Anbieter digitaler Dienste verbinden beides oft miteinander. Denn sie möchten Ihren Nutzer*innen mit einer hohen Datensouveränität häufig weitere Vorteile bieten, um gegenüber den großen Playern zu überzeugen. Von Webhosting und E-Mail-Anbietern über Apps bis zu Mobilfunkanbietern gibt es mittlerweile viele ökologische Möglichkeiten für digitale Dienste. Diese Anbieter betreiben ihre Server zum Beispiel mit Ökostrom oder versuchen, die Abwärme der Rechenzentren zu verwerten.

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