Zum Inhalt springen
  • Bewölkt: 85-100% 6 °C
  • Kontrast

Klimawandel und Frauen

Die Folgen des Klimawandels treffen besonders Frauen

Der Klimawandel trifft uns alle, und wir spüren überall auf der Welt bereits die Folgen. Wetterphänomene werden extremer mit Hitze, Dürre, Stürmen, Starkregen und Überschwemmungen. An den Küsten ist ein Anstieg des Meeresspiegels zu beobachten.

Diese Auswirkungen des Klimawandels treffen einige Regionen härter als andere. Die Menschen im globalen Süden tragen durch ihre Lebensweise am wenigsten zur Erderwärmung bei, denn ihre direkten und indirekten Treibhausgasemissionen sind in Bezug auf die Industrienationen sehr gering. Trotzdem treffen die Folgen des Klimawandels ausgerechnet sie sehr stark.

Weltweit sind dabei Frauen besonders gefährdet, weil sie [1]

  • weniger Bildung erfahren,
  • finanziell abhängiger sind,
  • oft nicht klettern und nicht schwimmen können und sich somit bei Katastrophen nicht retten können,
  • strukturell benachteiligt sind.

Frauen und Kinder sterben bei einer Katastrophe mit einer 14-mal höheren Wahrscheinlichkeit als Männer. Sie werden zumeist später gewarntund kümmern sich auf der Flucht um Angehörige. [2] Beim Tsunami 2004 in Asien waren 70 % der Todesopfer Frauen. [2] Viele Frauen konnten nicht schwimmen, auch ihre eng anliegende und lange Kleidung entsprechend der Tradition hinderte sie an der Flucht. [3]

Im globalen Süden bearbeiten mehr Frauen als Männer das Land und stellen die benötigten Lebensmittel her. Durch den Klimawandel ist somit das Überleben der gesamten Familie gefährdet [1]:

  • Trockenheit und Starkregen halten länger an
  • Die Fruchtbarkeit des Ackerbodens nimmt ab
  • Bestimmte Getreide- und Gemüsesorten wachsen nicht mehr
  • Für Wasser müssen längere Wege zurückgelegt werden

All das gefährdet die Ernte und somit die Ernährungsgrundlage der Familien. Besonders Frauen und Mädchen haben dann zu wenig zu Essen.

Somit ist es wichtig, dass bei zukünftigen Entscheidungen zur Landbewirtschaftung das überlieferte Wissen der Frauen berücksichtigt wird. Denn als die, die das Land bebauen, haben sie eine große Kenntnis von den lokal angepassten Sorten der Nahrungspflanzen und den speziellen klimatischen Bedingungen vor Ort. [3]

Das vielfältige Wissen der Frauen muss gehört werden. Durch mehr Bildung und Gleichberechtigung können Sie in die Entscheidungen für die Zukunft miteinbezogen werden. Sie spielen eine große Rolle im Klimaschutz und in vielen Ländern sind bereits viele Frauen in der Klimabewegung aktiv. [1] [2]

Quellen:

[1] Oxfam (o.J.) Die Klimakrise trifft Frauen deutlich härter. www.oxfam.de/blog/klimakrise-trifft-frauen-deutlich-haerter

[2] UN Woman Deutschland (o.J.) Klima und Gender. unwomen.de/klima-und-gender/

[3] Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (o.J.) Klimagerechtigkeit und Geschlecht: Warum Frauen besonders anfällig für Klimawandel & Naturkatastrophen sind.dgvn.de/meldung/klimagerechtigkeit-und-geschlecht-warum-frauen-besonders-anfaellig-fuer-klimawandel-naturkatastroph