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Stadt Pforzheim setzt sich ambitionierte Klimaschutzziele

Beitritt zur neuen Zielvereinbarung des Europäischen Konvents der Bürgermeister

Unterzeichnung Klima Konvent
©Stadt PforzheimFoto: Stadt Pforzheim, Foto: Laura Schaier

Bereits im Jahr 2008 ist die Stadt Pforzheim dem Europäischen Konvent der Bürgermeister beigetreten. Nun unterzeichnet die Stadt die neue Zielvereinbarung des Konvents. Diese spiegelt die aktuellen Entwicklungen der EU-Politik wider, vor allem in Bezug auf den Grünen Deal der EU, den EU-Klimapakt, den EU-Klimazielplan 2030 und der EU-Anpassungsstrategie. „Mit der Unterzeichnung der neuen Zielvereinbarung bestätigt die Stadt Pforzheim öffentlichkeitswirksam ihre politische Willensbekundung zur verstärkten kommunalen Klima- und Energiepolitik. So wird die Stadt erneut ihrer Vorbild- und Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und –anpassung gerecht. Denn klar ist, aktiver Klimaschutz muss mehr denn je das Gebot der Stunde sein“, so Umweltbürgermeisterin Sibylle Schüssler.

Die neue Zielvereinbarung fordert die lokalen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger dazu auf, ihre Klimaziele zu erhöhen und ihre mittel- und langfristigen Maßnahmen zu intensivieren. Das gemeinsame Ziel: Den weltweiten Temperaturanstieg unter 1,5 Grad zu halten. Dadurch sollen europäische Bürgerinnen und Bürger bis zum Jahr 2050 in klimaneutralen, kohlenstoffarmen und resilienten Städten leben und Zugang zu bezahlbarer, sicherer und sauberer Energie haben. Es wird ein Wandel angestrebt, der gerecht und inklusiv ist und respektvoll mit den Menschen und den natürlichen Ressourcen des Planeten umgeht. Die Stadt Pforzheim orientiert sich hierbei an der aktuell ambitioniertesten gesetzlichen Zielsetzung in Sachen Klimaschutz. Diese gibt das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Klimaschutzgesetzes vor. Darin ist eine Minderung der Treibhausgas-Emissionen um 65 Prozent bis zum Jahr 2030 und eine Netto-Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2040 vorgesehen. Zudem will die Stadt die in der Gesetzgebung des Bundes vorgeschriebene Erreichung von negativen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 umsetzen. Sie setzt sich außerdem mittelfristig zum Ziel, bis zum Jahr 2030 die ebenfalls dort verankerte klimaneutrale Verwaltung zu erreichen.

„Viele Anforderungen und Zielsetzungen, welche mit den neuen Zielvereinbarungen verbunden sind, werden bereits in der Stadtverwaltung bearbeitet und angestrebt oder sind schon erarbeitet worden. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, können viele bereits vorhandene Synergien genutzt werden“, erläutert Bürgermeisterin Schüssler. Mit der Unterzeichnung der neuen Verpflichtungserklärung sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre konkrete kommunale Ziele zur Treibhausgasreduktion, zur gesteigerten Resilienz und zur Energiearmut erarbeitet werden. Zusätzlich sollen die Treibhausgasemissionen bilanziert und in einer Bestandsaufnahme aufgeführt sowie Risiken und Gefährdungen zum Klimawandel beurteilt werden.