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Steigende Strompreise – das sind die Gründe

Die Strompreise steigen seit Monaten – und das trotz der gesunkenen EEG-Umlage

Die Stromkosten werden 2022 voraussichtlich erneut steigen, und das, obwohl die EEG-Umlage in diesem Jahr auf dem Tiefstand ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. 

 

1. Hohe Nachfrage nach Strom

Ein Hauptgrund dafür, warum der Strompreis 2022 weiterhin hoch bleiben wird, ist die pandemiebedingte hohe Nachfrage. Nach dem ersten Lockdown erholt sich die Industrie nach und nach. Damit steigt auch der Strombedarf. Gleichzeitig steigt der Strombedarf in Privathaushalten.

 

2. Strompreis ist an Gaspreis gekoppelt

Was auf den ersten Blick seltsam klingt, ist in Wahrheit gängige Praxis. In den Wintermonaten gibt es weniger Strom aus erneuerbaren Quellen. Um den Bedarf zu decken, kommen Kohle- und Gaskraftwerke ins Spiel. Die Stromproduktion durch Gas ist aber teuer. Hinzukommt, dass die Gaspreise seit Monaten nur noch eine Richtung kennen: nämlich nach oben. Das alles schlägt sich auf den Strompreis nieder. 

 

3. Einkaufspreis für Strom auf Rekordhöhe

Stromanbieter kaufen ihren Strom an der Strombörse und geben den Preis direkt an die Kund*innen weiter. In den vergangenen Monaten ist der Preis pro Megawattstunde um ein Vielfaches gestiegen. Das zeigt die nachfolgende Infografik. Stromanbieter, die ihren Strom kurzfristig einkaufen müssen, kommen so an ihre Grenzen – und gehen im schlimmsten Fall pleite. Ihre Kund*innen fallen automatisch in die Grundversorgung. Die Grundversorger (meist Stadtwerke) kaufen in der Regel ihren Strom Monate voraus. Um den hohen Bedarf durch die gestrandeten Kund*innen zu decken, müssen auch sie kurzfristig Strom an der Börse einkaufen. Dementsprechend hoch sind und bleiben ihre Preise. 

 

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