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Klimafolgenanpassung

Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen in unserer Stadt

Die Klimafolgenanpassung setzt genau da an, wo der aktive Klimaschutz nicht mehr ausreicht. Längst gefährden Klimaveränderungen wie Hitze, Starkregen oder Stürme unsere Stadtgesellschaft und belasten die Lebensbedingungen. Oberstes Ziel ist daher, die Sicherung einer (er)lebenswerten Umwelt, sowie Schutz und Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird dazu ab 2019 bis 2021 ein Klimafolgenanpassungskonzept für Pforzheim erstellt. Die Konzepterstellung erfolgt durch die Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros von alpS (Umweltwissenschaft) und Snøhetta (Architektur, Freiraumplanung) aus Innsbruck. Gefördert wird das Konzept mit Bundesmitteln vom Projektträger Jülich als Klimaschutz-Teilkonzept. Für den Spätherbst 2021 wird das endbearbeitete Konzept erwartet.

Hintergrund: Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen in unserer Stadt

Längst ist klar, dass der Klimawandel die wohl größte gesellschaftliche Herausforderung der Zukunft ist. Die Folgen sind auch in Pforzheim deutlich zu spüren: Ein Hitzerekord nach dem anderen, Extremwetterereignisse und Dürren. Gerade die letzten Jahre haben es uns vor Augen geführt, dass der Klimawandel kein Problem der fernen Zukunft ist. Daher verfolgt die Stadt Pforzheim seit langem ehrgeizige Ziele im Bereich des Klimaschutzes.

Es gilt aber auch sich bereits heute an die spürbaren Folgen des Klimawandels anzupassen. Viele Bereiche des täglichen Lebens sind inzwischen von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Besonders die steigenden Temperaturen gerade im Sommer beeinflussen Mensch und Gesundheit. Aber auch die kommunale Infrastruktur muss gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels widerstandsfähiger und resilienter werden, um den Lebens- und Wirtschaftsraum der Stadt auch in Zukunft zu gewährleisten.

Die Stadt Pforzheim ist sich ihrer Verantwortung und Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und –anpassung bewusst, weshalb das vorliegende Konzept einen weiteren wichtigen strategischen Schritt darstellt.

Konzept

Das Klimafolgenanpassungskonzept bildet den Handlungsrahmen zur Anpassung an die Klimafolgen in Pforzheim. Die Idee eines aufgabenspezifischen Anpassungskonzepts umfasst die Konzeption sowie die Entwicklung und Beschreibung der konkreten Anpassungsmaßnahmen. Diese sind auf die Anforderungen Pforzheims zugeschnitten. Zu diesen zählt der Schutz vor Überwärmung im Siedlungsbereich, die Anpassung an Trockenheit und Dürren, die Vorsorge und Anpassung an außergewöhnlichen starke Niederschläge, die Vorsorge vor Sturmschäden, Risikominimierung für die Bewohner und die kommunale Infrastruktur, sowie den Erhalt und Ausbau der blauen und grünen Infrastruktur.

Dabei ist die Anpassung an den Klimawandel als Querschnittsaufgabe zu verstehen, die unmittelbar zur Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt beiträgt und langfristig die nachhaltige Entwicklung fördert. Die Erstellung eines solchen umfassenden Klimaanpassungskonzepts erfordert eine ämterübergreifende Zusammenarbeit und die Unterstützung durch externe Sachverständige.
Das Ergebnis soll ein Prozessanstoß sein, welcher die Verwundbarkeit der Stadt mindert, mögliche Klimafolgen und dabei entstehende Kosten senkt und die städtische Bevölkerung – ob jung, ob alt zukünftig besser schützt. Dabei steht im Mittelpunkt, Pforzheim als attraktiven Wohnstandort zwischen Karlsruhe und Stuttgart zu entwickeln und zu erhalten.

Die Konzepterstellung erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros von alpS (Umweltwissenschaft) und Snøhetta (Architektur, Freiraumplanung) aus Innsbruck. Gefördert wird das Konzept mit Bundesmitteln vom Projektträger Jülich als Klimaschutz-Teilkonzept.

Inhalt

Das Klimafolgenanpassungskonzept soll als Datengrundlage (Bestandsaufnahme und Betroffenheit), Fahrplan und Rahmen für den Umgang und dem Gegenwirken in Bezug auf die Folgen des Klimawandels dienen.

Der Ausbau der blauen und grünen Infrastruktur, der Schutz der Biodiversität, die Erstellung einer Starkregenanalyse und von Starkregengefahrenkarten sowie die Berücksichtigung von Aspekten des Klimaschutzes und der Anpassung bei allen Planungen - dies sind nur einige Beispiele des bereichsübergreifenden Maßnahmenprogramms.

Aber auch konkrete Grundsätze und Leitbilder wie die „Planungsgrundsätze für PlanerInnen“, der „Werkzeugkoffer für die Stadtplanung“ sowie diverse Gestaltungsleitfäden sind Inhalt des Konzeptes und legen den Fokus auf den zentralen Bereich der Stadtplanung.

Begleitet wird dieses Maßnahmenprogramm von einem Kommunikations-, Verstetigungs- und Controllingkonzept, um sicher zu stellen, dass die Klimafolgenanpassung langfristig in der Verwaltung und auch darüber hinaus verankert wird.

Die Umsetzung des Konzeptes wird als gesamtstädtische Aufgaben verstanden. Aber auch das Einbeziehen der Bevölkerung und relevanter Organisation ist im Sinne eines Beteiligungsprozesses von großer Bedeutung.

Ziele

Ziel des Klimafolgenanpassungskonzepts ist es, die so genannte Klimaresilienz, d.h. die Toleranz und Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaänderungen und deren Folgen und die Vorsorge und das Reaktionsvermögen der Stadt sowie der Bürgerinnen und Bürger auszubauen. Außerdem wird ein Handlungsrahmen geschaffen, um Risiken für die Bevölkerung, der natürlichen Lebensräume und der Volkswirtschaft vorzubeugen.

"Machen wir Pforzheim zu einer klimaresilienten, nachhaltigen und grünen Stadt!"